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Neue Perlen der „Gendersprache“


Ist man erst einmal gefangen in der faszinierenden Welt der Gendersprache, dann hält sie einen umschlungen! Ich kann schon nicht mehr anders, als alles zu "gendern", was mir vor die Flinte rennt (natürlich sinnbildlich gesprochen)! Das ist so faszinierend, dass es mich an glückliche Kindheitstage erinnert, als wir "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" sangen. Diese Erinnerung ist so stark, als wäre es erst heute zuletzt geschehen. Wie natürlich - geradezu so, als könne es gar nicht anders sein - ich es immer empfand, in jeder Strophe alle Vokale durch einen einzigen zu ersetzen! "Dri Chinisin mit dim Kintribiss, sißen if dir Strißi ind irziltin sich wis. Di kim di Pilizi, sigt, wis ist dinn dis? Dri Chinisin mit dim Kintribiss." Natürlich ist das nicht mehr zeitgemäß, denn heute müsste es selbstredend heißen: Dri Chinis*innin mit dim Kintribiss"!


Um auf den neuesten Stand der natürlichen Sprachentwicklung zu bleiben, lasse ich mich gerne von meinen Gesprächen auf Wochenmärkten, mit Taxifahrer*innen oder mit den Kellner*innen in Restaurants und Cafés leiten. Auch die Anregungen von Leser*innen sind mir dabei eine große Stütze!


Hier also neue Perlen aus dem Reich der Gendersprache (eine Liste, die von Zeit zu Zeit ergänzt wird!):


Creator:innen (eine LinkedIn-Errungenschaft)

Boomer*innen

Corona-Leugner*innenszene

Bäcker*innenei (diesen Ausdruck verdanke ich einer freundlichen Leser*innnenzuschrift)

Esel*innenbrücke

Cheerleaderin (wird tatsächlich verwendet!)


Chef*innen

Eber (statt Sau)

Schneck*innen^

(Diverse: "Wir wurden von unseren Chef*innen gestern mal wieder richtig zu Schneck*innen gemacht!!" -

Ein Mann: "Welch ein Zufall! Meine Chef*innen haben mich gestern auch richtig zum Eber gemacht! Sie sagten, sie hätten keine Lust mehr, Perlen vor die Eber zu werfen!")


Energieträger*innen

Speakerin

Amtsschimmel*innen

(Feministische Außenpolitik wird nur schwer zu realisieren sein, wenn die Amtsschimmel*innen wiehern!)

Valentinastag

Les Humphrey Singer*innen

Pingu*innen (Gendergerecht auch gegenüber Tieren! - Pingu*innen im Außengehege.)

(analog Wisent*innen etc.)

Schäfer*innenhünd*innen

Charakter*innen (Ein Theaterstück mit interessanten Charakter*innen)

Zeitungserpel (Eine Falschmeldung in einer Zeitung über einen Mann.)

Wirtschaftsweisin (Welt am Sonntag)

Siebenbürger*innnen Sachs*innen


Häs*innenfüß*innen

Haudrauf*innnen

Hannawurst (Alternative: Hanswürstin)

Ein faszinierender Aspekt der Gendersprache ergibt sich aus der Vielzahl der individuellen Möglichkeiten! (Rechte nennen es Regellosigkeit, aber dies beweist lediglich die Ignoranz dieser Ewiggestrigen!)

Im Zweifelsfall sollten Sie sich - insbesondere wenn Sie eine Beleidigung aussprechen wollen! -, vorab erkundigen, wie ihr Gegenüber bzw. ihre Gegenüberin adressiert werden will! Denn auch bei Beleidigungen ist Gendersensibilität der Schlüssel zu einem harmonischen Miteinander! Notfalls einfach den (gender)neutralen Begriff "Arschloch" verwenden! Ihr*e Gegenüber*in wird ihr Bemühen um Gendergerechtigkeit sicher zu schätzen wissen.


Haben Sie im Eifer des Gefechts jedoch einmal

die gebotene Gendersensibilität vermissen lassen, dann ruhig auch mal eine gendergerechte Entschuldigung aussprechen: "Pardon, ich meinte natürlich 'Du Idiotin!'. Tut mir sehr leid, dass ich das nicht gegendert habe!" Gewiss werden Sie ob ihrer erwiesenen Gendersensibilität mit einem anerkennenden Lächeln belohnt werden!

Die ursprüngliche Liste mit Perlen der Gendersprache findet sich hier.


^Um sich vom Schneck abzugrenzen!

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